Allergiesaison in München-Neuperlach: Pollenkalender und Tipps bei Heuschnupfen

saniPEP Apotheke im PEP Einkaufszentrum Neuperlach

Kurz zusammengefasst
  • Hauptallergene in Bayern sind Hasel/Erle (ab Januar), Birke (März–Mai) und Gräser (Mai–August); Birkenpollen können Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln auslösen.
  • Heuschnupfen unterscheidet sich von Erkältung durch wässrigen Schnupfen, juckende Augen und fehlende Halsschmerzen – und tritt saisonregelmäßig auf.
  • Antihistaminika, Nasensprays und Augentropfen lindern Symptome; die einzige ursächliche Therapie ist die ärztlich verordnete Hyposensibilisierung.
  • Die saniPEP Apotheke im PEP Neuperlach berät ohne Termin zur Selbstmedikation und hilft beim rechtzeitigen Einleiten von Schutzmaßnahmen.

Wann fliegen in München-Neuperlach welche Pollen?

Die Allergiesaison in München beginnt früher als viele denken – oft schon im Januar oder Februar. Der Grund: In Bayern sind Hasel und Erle die ersten Frühblüher, und an milden Wintertagen können ihre Pollen bereits in großen Mengen freigesetzt werden. Für Allergiker in Neuperlach ist der nahe Ostpark mit seinen Gehölzen und weitläufigen Rasenflächen ein relevanter Pollenlieferant über viele Monate des Jahres.

Die folgende Übersicht zeigt die typischen Hauptflugzeiten der wichtigsten Allergene in Bayern. Die genauen Zeiträume variieren je nach Witterung; den tagesaktuellen Pollenflug für München stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) kostenlos bereit.

AllergenTypische Hauptflugzeit
HaselJanuar – März
ErleFebruar – April
EscheMärz – Mai
BirkeMärz – Mai
GräserMai – August
RoggenMai – Juli
BeifußJuli – September
AmbrosiaAugust – Oktober

Warum ist die Birke ein besonders starkes Allergen?

Die Birkenpollen zählen zu den aggressivsten Allergenen überhaupt. Ihre Proteinhülle ähnelt strukturell Eiweißen in bestimmten Lebensmitteln – klassische Kreuzreaktionen entstehen mit Haselnüssen, rohem Kernobst (Äpfel, Birnen, Kirschen) und Karotten. Das Phänomen heißt orales Allergiesyndrom: Betroffene bemerken nach dem Verzehr dieser Lebensmittel Kribbeln oder Schwellungen im Mundraum. Wer auf Birkenpollen allergisch reagiert, sollte dies beim Arzt ansprechen.

In Neuperlach und dem angrenzenden Perlach gibt es zahlreiche Birken im öffentlichen Grün, entlang von Straßen und im Ostpark selbst. Der April kann deshalb für Birkenpollenallergiker besonders beschwerlich sein.

Wie erkenne ich Heuschnupfen – und wie unterscheide ich ihn von einer Erkältung?

Diese Frage stellen viele Patientinnen und Patienten, die zum ersten Mal in der Allergiesaison mit Symptomen zu kämpfen haben. Es gibt einige klare Unterschiede:

Typisch für Heuschnupfen (allergische Rhinitis):

  • Klarer, wässriger Schnupfen und Niesattacken
  • Juckende, gerötete und tränende Augen (allergische Konjunktivitis)
  • Kein oder nur leichtes Kratzen im Hals, kein Fieber
  • Symptome treten saisonregelmäßig auf und bessern sich bei Regen oder in geschlossenen Räumen
  • Juckreiz in Nase, Augen, Gaumen

Typisch für eine Erkältung:

  • Zunächst Halsschmerzen oder Kratzen, dann zunehmend dickflüssige Sekretion
  • Oft begleitet von allgemeinem Krankheitsgefühl und leichtem Fieber
  • Beschwerden bessern sich unabhängig vom Wetter
  • Dauer in der Regel 7–14 Tage

Treten die Beschwerden jedes Jahr zur gleichen Jahreszeit auf und korrelieren sie mit dem Pollenflugkalender, ist eine Pollenallergie sehr wahrscheinlich. Wie man Erkältung oder Allergie unterscheiden kann und wann ein Arztbesuch sinnvoll ist, erklärt unser separater Ratgeber-Artikel. Ein Allergietest beim Arzt schafft letztlich Klarheit.

Was kann die Apotheke bei Heuschnupfen anbieten?

Die Apotheke ist häufig die erste Anlaufstelle bei saisonalen Allergiesymptomen. In der saniPEP Apotheke beraten wir Sie zu den verschiedenen Optionen:

Antihistaminika sind die am häufigsten eingesetzten Mittel bei Heuschnupfen. Moderne Präparate der zweiten Generation machen in der Regel nicht oder kaum müde. Sie wirken gegen Niesreiz, Schnupfen und Augensymptome. Welches Produkt für Sie geeignet ist, hängt unter anderem von Ihren individuellen Beschwerden, Begleiterkrankungen und der gleichzeitigen Einnahme anderer Medikamente ab – sprechen Sie uns an.

Nasensprays auf Basis von Salzlösung können die Nasenschleimhaut spülen und von Pollen befreien. Als ergänzende Maßnahme sind sie gut verträglich und für alle Altersgruppen geeignet.

Augentropfen mit antiallergischen Wirkstoffen lindern Juckreiz und Rötung der Augen gezielt – ohne systemische Wirkung auf den übrigen Körper.

Hinweis: Eine Beratung in der Apotheke ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei unklaren, erstmaligen oder schweren Beschwerden empfehlen wir immer, einen Arzt aufzusuchen. Für eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung, SCIT oder SLIT) ist eine ärztliche Verordnung erforderlich; sie ist die einzige Therapieform, die auf die Ursache der Allergie einwirkt.

Praktische Tipps für Allergiker in Neuperlach

Wer rund um den Ostpark wohnt oder arbeitet, kann mit wenigen Maßnahmen die Pollenexposition spürbar reduzieren:

Lüften: In der Stadt sind die Pollenwerte morgens und tagsüber am höchsten. Allergiker sollten Schlafzimmerfenster möglichst erst abends nach 20 Uhr öffnen, wenn die Konzentration abgeklungen ist. Nach einem Regenschauer ist kurzes Stoßlüften ideal.

Pollenfilter: Ein Luftfiltergerät mit HEPA-Filter im Schlafzimmer kann die Pollenkonzentration im Raum deutlich senken. Auch Pollenfilter in Autolüftungen und Klima­anlagen sind empfehlenswert.

Hygiene: Pollen setzen sich in Haaren und auf der Kleidung ab. Wer nach einem Aufenthalt im Freien nach Hause kommt, sollte Oberbekleidung nicht im Schlafzimmer lagern und vor dem Schlafengehen duschen oder zumindest die Haare waschen.

Sport und Aufenthalt im Freien: Ausgedehnte Spaziergänge oder Sport im Ostpark sind in der Hochsaison eher am Abend oder nach Regen ratsam. An windigen und warmen Tagen ist die Pollenkonzentration besonders hoch. Wer den Park regelmäßig besucht, sollte auch den Insektenschutz im Ostpark im Blick behalten – Zecken und Mücken sind in der selben Saison aktiv.

Pollenflugvorhersage: Der DWD bietet eine kostenlose, tagesaktuelle Pollenflugvorhersage für Bayern an. Das aha-Allergiezentrum stellt ebenfalls einen detaillierten Pollenkalender bereit. Es lohnt sich, beide Quellen regelmäßig zu nutzen und die eigenen Symptome damit abzugleichen.

Wann sollte ich wegen meiner Allergie zum Arzt?

Nicht jeder Heuschnupfen erfordert sofort einen Arzttermin, aber es gibt Situationen, in denen eine ärztliche Abklärung wichtig ist:

  • Die Symptome sind ausgeprägt und beeinträchtigen Schlaf, Arbeit oder Lebensqualität trotz freiverkäuflicher Mittel.
  • Es treten Asthmasymptome auf: Engegefühl in der Brust, Husten, Pfeifen beim Ausatmen.
  • Sie möchten wissen, auf welche Allergene Sie genau reagieren (Prick-Test, spezifisches IgE).
  • Sie ziehen eine Hyposensibilisierung in Betracht – diese muss ärztlich eingeleitet und über mehrere Jahre begleitet werden.

Die allergische Rhinitis ist laut AWMF-Leitlinie ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das ohne konsequente Behandlung das Asthmarisiko erhöhen kann. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie zahlen sich langfristig aus.

Beratung in der saniPEP Apotheke

Die saniPEP Apotheke im PEP Neuperlach ist direkt beim Einkauf erreichbar und bietet Ihnen kompetente Beratung zur Selbstmedikation bei Allergiesymptomen – ohne Termin, direkt und persönlich. Sprechen Sie uns an, bevor die Saison in vollem Gange ist: Viele Allergiker profitieren davon, rechtzeitig vor dem erwarteten Pollenflug vorzusorgen.

Sie erreichen uns telefonisch unter 089 6700 960, Montag bis Samstag von 09:00 bis 20:00 Uhr (Ollenhauerstr. 6, 81737 München). Wir beraten Sie gerne.

Haeufig gestellte Fragen

Wann ist die Pollensaison in München am stärksten?

In München ist die Pollenbelastung von Februar bis August am höchsten. Besonders intensiv ist die Saison im April und Mai, wenn Birken- und Gräserpollen gleichzeitig fliegen können. Gräserpollen gelten als häufigstes Allergen in Deutschland und belasten Allergiker von Mai bis August. Den aktuellen Pollenflug für München kann man täglich beim Deutschen Wetterdienst (DWD) oder beim aha-Allergiezentrum Schweiz abrufen.

Wie unterscheide ich Heuschnupfen von einer Erkältung?

Heuschnupfen beginnt meist abrupt bei saisonalem Pollenflug, verursacht wässrigen (nicht eitrigen) Schnupfen, Niesattacken und tränende, juckende Augen – ohne Halsschmerzen oder Fieber. Eine Erkältung entwickelt sich langsamer, der Schnupfen wird oft dickflüssiger, und Halsschmerzen sowie leichtes Fieber sind häufiger. Wenn die Beschwerden jedes Jahr zur selben Jahreszeit auftreten, spricht das deutlich für eine Pollenallergie.

Wann sollte ich bei Heuschnupfen zum Arzt?

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind, den Schlaf oder die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, wenn Asthmasymptome (Engegefühl, Pfeifen beim Atmen) hinzukommen oder wenn Sie eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung, SCIT oder SLIT) erwägen. Die Immuntherapie ist die einzige Behandlung, die die Ursache der Allergie angehen kann, und muss ärztlich verordnet und begleitet werden.

Zu welchen Zeiten ist die Pollenbelastung im Ostpark am niedrigsten?

In städtischen Gebieten wie Neuperlach ist die Pollenkonzentration morgens (vor 10 Uhr) in der Regel am höchsten, da Pollen mit dem aufsteigenden Luftstrom freigesetzt werden. An Regentagen ist die Belastung deutlich geringer, unmittelbar nach einem Regenschauer oft am niedrigsten. Abends zwischen 18 und 22 Uhr ist die Konzentration in der Stadt häufig etwas niedriger als tagsüber – günstig für Spaziergänge im Ostpark.

Hilft ein Pollenfilter im Schlafzimmer bei Heuschnupfen?

Ja – Luftfiltergeräte mit HEPA-Filter können die Pollenkonzentration in Innenräumen messbar reduzieren und den Schlaf verbessern. Ergänzend empfiehlt sich, Schlafzimmerfenster während der Hauptflugzeit geschlossen zu halten (in der Stadt morgens und tagsüber), die Haare vor dem Schlafengehen zu waschen und Kleidung nicht im Schlafzimmer auszuziehen.

Quellen

Persönliche Beratung gewünscht?
Wir sind Mo–Sa 09–20 Uhr direkt im PEP Einkaufszentrum Neuperlach für Sie da.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle pharmazeutische oder aerztliche Beratung.