Erkältung in Neuperlach: Wann zum Arzt im PEP-Ärztehaus, wann reicht die Apotheke?

saniPEP Apotheke im PEP Einkaufszentrum Neuperlach

Kurz zusammengefasst
  • Erkältung beginnt schleichend mit Schnupfen und Halsschmerzen; echte Grippe setzt abrupt mit hohem Fieber und starken Gliederschmerzen ein.
  • Leichte Erkältungssymptome lassen sich mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke gut in Eigenregie behandeln.
  • Bei Fieber über 38,5 °C länger als drei Tage, Atemnot oder Risikogruppen (ab 60 Jahren, Schwangere, Vorerkrankungen) ist ein Arztbesuch nötig.
  • Im PEP Neuperlach liegen Ärztehaus und saniPEP Apotheke direkt nebeneinander – kurze Wege auch bei Beschwerden.

Erkältung oder Grippe – warum ist die Unterscheidung so wichtig?

Viele Menschen bezeichnen jede Atemwegsinfektion im Herbst und Winter als „Grippe". Medizinisch gesehen handelt es sich dabei meistens um eine harmlose Erkältung (grippaler Infekt), die durch zahlreiche verschiedene Viren ausgelöst wird. Die echte Grippe (Influenza) hingegen ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann – besonders bei Risikogruppen. Wer den Unterschied kennt, trifft bessere Entscheidungen: Selbstmedikation mit Apothekenberatung oder doch lieber der Gang zum Arzt?

Im PEP-Einkaufszentrum Neuperlach haben Patientinnen und Patienten eine besonders komfortable Ausgangslage: Das Ärztehaus (Thomas-Dehler-Straße 108, direkt im PEP) und die saniPEP Apotheke (Ollenhauerstraße 6) liegen buchstäblich Seite an Seite. Kurze Wege bedeuten weniger Aufwand – genau dann, wenn man sich ohnehin nicht gut fühlt.


Erkältung oder Grippe: Wie erkenne ich den Unterschied?

Der entscheidende Hinweis liegt im Beginn und in der Intensität der Beschwerden.

Typische Erkältung (grippaler Infekt):

  • Schleichender Beginn über ein bis zwei Tage
  • Schnupfen, verstopfte Nase, Halsschmerzen
  • Leichter Husten, eventuell leichtes Kratzen im Hals
  • Kein oder nur leichtes Fieber (unter 38 °C)
  • Allgemeines Unwohlsein, aber man kann noch den Alltag bewältigen
  • Dauer: meist sieben bis zehn Tage

Echte Grippe (Influenza):

  • Abrupter Beginn innerhalb weniger Stunden
  • Hohes Fieber über 38,5 °C, oft über 39 °C
  • Ausgeprägte Erschöpfung, das Gefühl „vom Lastwagen überfahren worden zu sein"
  • Starke Muskel- und Gliederschmerzen
  • Trockener, schmerzhafter Husten
  • Kopfschmerzen
  • Dauer: oft zwei Wochen, mit länger anhaltender Müdigkeit

Das Robert Koch-Institut (RKI) betont, dass Influenza durch Influenzaviren verursacht wird, während grippale Infekte auf über 200 verschiedene Erreger zurückgehen können – darunter Rhinoviren, Adenoviren und Coronaviren. Eine sichere Unterscheidung ohne Test ist im Einzelfall nicht immer möglich. Auch Heuschnupfen und Pollenallergien imitieren im Frühjahr häufig Erkältungssymptome – wie Sie Allergie von Erkältung unterscheiden können, erfahren Sie in unserem separaten Beitrag.


Wann reicht die Beratung in der Apotheke aus?

Bei einer leichten bis mittelschweren Erkältung ohne Komplikationen ist pharmazeutische Beratung in der Apotheke der sinnvolle erste Schritt. Unsere approbierten Apotheker und Fachkräfte in der saniPEP Apotheke helfen Ihnen, geeignete rezeptfreie Mittel zur Symptomlinderung zu finden und sprechen mit Ihnen über begleitende Maßnahmen.

Was die Apotheke ohne Rezept leisten kann:

  • Nasenschleimhautabschwellende Mittel (z. B. Nasensprays) zur kurzfristigen Erleichterung bei verstopfter Nase – in der Apotheke klären wir, welche Darreichungsform für Sie geeignet ist und worauf Sie bei der Anwendungsdauer achten sollten.
  • Schleimlösende Mittel bei produktivem Husten – auch hier beraten wir zur richtigen Auswahl und zur Frage, ob ein reizstillender oder schleimlösender Wirkansatz besser passt.
  • Schmerz- und Fiebermittel bei leichtem Fieber und Kopfschmerzen – wir berücksichtigen dabei mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die Sie dauerhaft einnehmen.
  • Hausmittel und allgemeine Maßnahmen: ausreichend Trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich), Inhalationen mit Wasserdampf zur Befeuchtung der Schleimhäute, Ruhe und Schonung. Diese klassischen Empfehlungen sind nach wie vor sinnvoll und wissenschaftlich gut belegt.

Wichtig: Die Beratung in der Apotheke ersetzt keine ärztliche Diagnose. Sie hilft, leichte Beschwerden gezielt zu lindern und zu erkennen, wann ein Arztbesuch notwendig ist.


Wann sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen?

Es gibt klare Warnsignale, bei denen der Gang in das Ärztehaus im PEP – oder bei hoher Dringlichkeit in eine Notaufnahme – unerlässlich ist:

Absolut dringlich:

  • Starke Atemnot oder Schmerzen beim Atmen
  • Brustschmerzen oder Herzrasen
  • Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung
  • Hohes Fieber über 40 °C, das sich trotz fiebersenkender Mittel nicht bessert

Dringend empfohlen:

  • Fieber über 38,5 °C, das länger als drei Tage anhält oder nach einem fieberfreien Intervall erneut ansteigt (Hinweis auf bakterielle Komplikation)
  • Zustandsverschlechterung nach anfänglicher Besserung
  • Starke einseitige Kopf- oder Gesichtsschmerzen, die auf eine Nasennebenhöhlenentzündung hindeuten können
  • Ohrenschmerzen (mögliche Mittelohrentzündung)
  • Anhaltender oder sich verschlimmernder Husten über drei Wochen (ärztliche Abklärung notwendig)

Risikogruppen sollten früher zum Arzt:

Für bestimmte Personengruppen empfehlen die DEGAM-Leitlinien sowie die Empfehlungen des RKI eine niedrigere Schwelle für den Arztbesuch:

  • Ältere Menschen ab 60 Jahren: Das Immunsystem reagiert im Alter langsamer, Komplikationen entstehen schneller. Gerade für diese Gruppe empfiehlt sich zusätzlich ein Medikationscheck für Risikogruppen, da Wechselwirkungen den Krankheitsverlauf beeinflussen können.
  • Schwangere: Bestimmte Erkrankungen können Risiken für Mutter und Kind bedeuten; ärztliche Beratung ist wichtig.
  • Menschen mit chronischen Grunderkrankungen: Herzerkrankungen, Diabetes, Lungen- oder Nierenerkrankungen erhöhen das Risiko für schwere Verläufe.
  • Immungeschwächte Personen: Nach Organtransplantation, Chemotherapie oder bei angeborenen Immundefekten ist das Infektionsrisiko deutlich erhöht.
  • Kleinkinder: Bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren sollte Fieber immer ärztlich abgeklärt werden.

Die Grippeimpfung: Sinnvoll für Risikogruppen

Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt die jährliche Influenzaschutzimpfung für alle Personen ab 60 Jahren, für Schwangere, für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen sowie für medizinisches Fachpersonal. Die Impfung wird jährlich an die aktuell zirkulierenden Virusstämme angepasst und schützt nicht vor Erkältungsviren, kann aber den Verlauf einer echten Influenza mildern und Krankenhausaufenthalte sowie Komplikationen verhindern.

Sprechen Sie uns in der saniPEP Apotheke an, wenn Sie wissen möchten, ob eine Impfung für Sie empfohlen wird. Wir informieren Sie gerne über die aktuellen STIKO-Empfehlungen.


Der kurze Weg im PEP: Apotheke und Ärztehaus direkt nebeneinander

Was andernorts mühsam ist, geht im PEP Neuperlach besonders unkompliziert: Wenn die Beratung in der saniPEP Apotheke ergibt, dass ein Arztbesuch sinnvoll ist, haben Sie das Ärztehaus im PEP unmittelbar vor Augen. Umgekehrt können Sie nach einem Arzttermin das frisch ausgestellte Rezept direkt in unserer Apotheke einlösen – und auf Wunsch auch gleich eine pharmazeutische Erstberatung zur korrekten Einnahme erhalten.

Für Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder motorisch eingeschränkt sind, ist dieser Vorteil besonders wertvoll: Ein einziger Stopp im PEP genügt. U5 und U7 bringen Sie bis zur Haltestelle Neuperlach Zentrum, von dort ist alles fußläufig erreichbar.

Kontakt saniPEP Apotheke: Ollenhauerstraße 6, 81737 München | Telefon 089 6700 960
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 09:00 – 20:00 Uhr

Für Notfälle außerhalb unserer Öffnungszeiten: Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117 (kostenfrei, 24 Stunden) oder Apothekennotdienst unter www.apothekennotdienst.de.

Haeufig gestellte Fragen

Wie unterscheide ich eine Erkältung von einer echten Grippe?

Der wichtigste Unterschied liegt im Beginn und in der Schwere der Symptome. Eine Erkältung entwickelt sich schleichend über ein bis zwei Tage mit Schnupfen, Halsschmerzen und leichtem Husten. Die echte Grippe (Influenza) setzt dagegen oft innerhalb weniger Stunden abrupt ein, häufig mit hohem Fieber über 38,5 °C, starkem Krankheitsgefühl, Muskel- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägter Erschöpfung. Bei Verdacht auf Influenza sollten Sie ärztlichen Rat suchen.

Wann muss ich bei einer Erkältung unbedingt zum Arzt?

Suchen Sie ärztliche Hilfe auf, wenn Fieber über 38,5 °C länger als drei Tage anhält, wenn Atemnot oder Brustschmerzen auftreten, wenn sich der Zustand nach einer anfänglichen Besserung wieder deutlich verschlechtert oder wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören (ältere Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem). Auch bei Verdacht auf Komplikationen wie Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis oder Lungenentzündung ist der Arztbesuch dringend angezeigt.

Kann die Apotheke ein Rezept ausstellen?

Nein. Apothekerinnen und Apotheker sind keine Ärzte und dürfen keine Diagnosen stellen oder Rezepte ausstellen. Wir beraten Sie jedoch umfassend zu rezeptfreien Arzneimitteln, empfehlen geeignete Maßnahmen zur Symptomlinderung und klären mit Ihnen gemeinsam, ob ein Arztbesuch sinnvoll ist. Gerade im PEP ist das ideal: Das Ärztehaus und unsere Apotheke liegen Seite an Seite.

Wie bekomme ich einen Arzttermin im Ärztehaus im PEP Neuperlach?

Das Ärztehaus im PEP Neuperlach befindet sich an der Thomas-Dehler-Straße 108. Termine können Sie direkt bei den jeweiligen Praxen telefonisch oder über Online-Buchungsportale wie doctolib.de vereinbaren. Für dringende Fälle außerhalb der Sprechzeiten ist die Kassenärztliche Bereitschaftspraxis Bayern (Rufnummer 116 117) die richtige Anlaufstelle.

Ist die Grippeimpfung für mich sinnvoll?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung insbesondere für Personen ab 60 Jahren, Schwangere, Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sowie medizinisches Personal. Die Impfung schützt nicht vor dem Erkältungsvirus, kann aber den Verlauf einer echten Influenza deutlich mildern und Komplikationen vorbeugen. Fragen Sie uns in der saniPEP Apotheke – wir informieren Sie gern.

Quellen

Persönliche Beratung gewünscht?
Wir sind Mo–Sa 09–20 Uhr direkt im PEP Einkaufszentrum Neuperlach für Sie da.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle pharmazeutische oder aerztliche Beratung.