Zecken & Mücken im Ostpark München: Schutz und Tipps aus der Apotheke Neuperlach

saniPEP Apotheke im PEP Einkaufszentrum Neuperlach

Kurz zusammengefasst
  • Ganz Bayern ist FSME-Risikogebiet; Borreliose ist bayernweit ohne Impfschutz möglich – der Ostpark ist ein typischer Zecken-Lebensraum.
  • Repellents mit DEET, Icaridin oder IR3535 schützen zuverlässig vor Zecken und Mücken; für Kinder gibt es spezielle Formulierungen.
  • Zecken immer mit Zeckenzange gerade herausziehen – kein Öl, kein Drehen; Einstichstelle mindestens vier Wochen beobachten.
  • Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Bayern aus und ist tagaktiv; beim Auftreten einer wandernden Rötung sofort zum Arzt.

Sind Zecken und Mücken im Ostpark München wirklich ein Problem?

Ja – sobald die Temperaturen dauerhaft über acht Grad Celsius steigen, werden Zecken im Ostpark aktiv. Das geschieht in München typischerweise ab März. Der Ostpark in Neuperlach und Perlach ist mit seinen Wiesen, dem Gehölz rund um den Ententeich und den dicht bewachsenen Wegrändern ein bevorzugter Lebensraum für Zecken. Mücken sind ab dem Frühjahr bis in den Herbst präsent, ihr Aufkommen steigt nach Regenphasen erheblich. Wer den Park regelmäßig nutzt – zum Spazierengehen, für den Sport oder mit Kindern – sollte die Risiken kennen und sich gezielt schützen.

Welche Krankheiten können Zecken in Bayern übertragen?

Bayern ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) insgesamt als FSME-Risikogebiet eingestuft. FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine durch Viren ausgelöste Entzündung des Gehirns und seiner Häute. Das Münchner Stadtgebiet selbst ist nicht als Hochrisikogebiet klassifiziert, das Vorhandensein von FSME-infizierten Zecken lässt sich jedoch auch in städtischen Grünflächen nicht vollständig ausschließen. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) empfiehlt die FSME-Schutzimpfung für alle Personen, die sich in Bayern im Freien aufhalten.

Borreliose ist in ganz Deutschland verbreitet und an kein spezifisches Risikogebiet gebunden. Das Bakterium Borrelia burgdorferi kann von Zecken auf Menschen übertragen werden. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose ist derzeit nicht verfügbar – Prävention und frühzeitiges Erkennen sind daher entscheidend.

Was schützt vor Zecken beim Spaziergang im Ostpark?

Die wirksamste Strategie kombiniert mehrere Maßnahmen.

Kleidung: Tragen Sie geschlossene Schuhe, lange Hosen und langärmelige Oberteile. Helle Kleidung hat den Vorteil, dass Zecken darauf besser sichtbar sind, bevor sie die Haut erreichen. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken, wenn Sie abseits der Wege durch hohes Gras oder Gebüsch gehen.

Repellents: Insektenschutzmittel mit den Wirkstoffen DEET, Icaridin (Picaridin) oder IR3535 sind gut untersucht und schützen sowohl vor Zecken als auch vor Mücken. Die Schutzdauer hängt von der Wirkstoffkonzentration ab und liegt je nach Produkt zwischen zwei und acht Stunden. Wichtig: Repellents werden auf die unbedeckte Haut aufgetragen, nicht unter die Kleidung. Für Kinder eignen sich Formulierungen mit niedrigerer Konzentration und ohne DEET – lassen Sie sich hierzu in der Apotheke beraten.

Körperkontrolle: Untersuchen Sie sich nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich. Zecken bevorzugen warme und feuchte Körperstellen: Kniekehlen, Leisten, Achseln, Haaransatz und Bauchnabel. Bei Kindern sollte die Kontrolle besonders sorgfältig erfolgen. Zecken krabbeln nach dem Aufsitzen oft eine halbe Stunde oder länger auf der Haut, bevor sie stechen – eine frühe Entfernung reduziert das Übertragungsrisiko erheblich.

Wie entferne ich eine Zecke sicher?

Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange oder einer feinen Pinzette. Das richtige Vorgehen in vier Schritten:

  1. Greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Hautoberfläche.
  2. Ziehen Sie sie ruhig und gerade heraus – ohne Drehbewegungen oder Quetschen.
  3. Töten Sie die Zecke ab (z. B. durch Einwickeln in Klebeband), aber zerquetschen Sie sie nicht mit den Fingern.
  4. Desinfizieren Sie die Einstichstelle und waschen Sie Ihre Hände.

Verwenden Sie keine Öle, Klebstoffe oder ähnliche Hausmittel, um die Zecke zu ersticken. Durch Quetschen kann sie Speichel abgeben und das Infektionsrisiko erhöht sich. Notieren Sie das Datum des Stichs und beobachten Sie die Einstichstelle für mindestens vier Wochen.

Wann ist nach einem Zeckenstich ärztliche Hilfe nötig?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn eines der folgenden Zeichen auftritt:

  • Eine wandernde ringförmige Rötung (Erythema migrans) breitet sich rund um die Einstichstelle aus. Sie tritt typischerweise drei bis dreißig Tage nach dem Stich auf und kann zu einem ovalen Fleck mit einem blassen Zentrum werden.
  • Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen innerhalb der ersten Wochen nach dem Stich.
  • Anhaltende Erschöpfung, Taubheitsgefühle oder neurologische Auffälligkeiten.

Ein negativer Bluttest in den ersten Wochen nach dem Stich schließt eine Borreliose nicht sicher aus – der Körper bildet Antikörper erst mit Verzögerung. Sprechen Sie im Zweifel mit Ihrem Hausarzt.

Wie schützt man sich vor Mücken – und was tun bei Juckreiz?

Mücken sind im Ostpark vor allem in den Morgen- und Abendstunden aktiv sowie in der Nähe stehender Gewässer. Repellents mit den oben genannten Wirkstoffen schützen zuverlässig. Langärmelige Kleidung und ggf. Moskitonetze am Abend ergänzen den Schutz.

Bei Mückenstichen hilft kühlen – zum Beispiel mit einem feuchten Tuch oder einem speziellen Kühlstift. Antihistaminische Gele können den Juckreiz lindern; bei stärkeren Lokalreaktionen kommen kurzfristig auch kortikoidhaltige Präparate in Betracht. Wer zu Allergiereaktionen auf Insektenstiche neigt, sollte dies beim Arzt abklären lassen, da eine systemische Reaktion selten, aber gefährlich sein kann. Kratzen Sie möglichst nicht, da dies das Infektionsrisiko der Wunde erhöht.

Was hat es mit der Tigermücke auf sich?

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) breitet sich in Deutschland zunehmend aus. Sie ist kleiner als heimische Mücken, an ihrer schwarz-weißen Streifenzeichnung erkennbar und – das ist entscheidend – tagaktiv. Während heimische Mücken vor allem bei Dämmerung stechen, ist die Tigermücke auch mittags aktiv. In Bayern wurden bereits mehrere Ansiedlungen dokumentiert. Das aktuelle Übertragungsrisiko tropischer Viren (Dengue, Chikungunya) durch Tigermücken in Deutschland ist nach Einschätzung des RKI derzeit noch gering, wird aber epidemiologisch engmaschig beobachtet. Wer eine Tigermücke entdeckt, kann die Sichtung unter mueckenatlas.com melden – das hilft der Wissenschaft.

Beratung in der saniPEP Apotheke

Ob Repellent-Auswahl, Zeckenpinzette, Erste-Hilfe-Produkte für Insektenstiche oder die Frage nach der FSME-Impfung: Das Team der saniPEP Apotheke im PEP Neuperlach berät Sie persönlich und ohne Wartezeit direkt beim Einkauf. Sie erreichen uns unter 089 6700 960, Montag bis Samstag von 09:00 bis 20:00 Uhr (Ollenhauerstr. 6, 81737 München). Wir freuen uns auf Sie.

Haeufig gestellte Fragen

Ist der Ostpark München ein FSME-Risikogebiet?

Das Münchner Stadtgebiet gilt laut RKI nicht als offizielles FSME-Hochrisikogebiet, jedoch ist ganz Bayern ein FSME-Risikogebiet. Zecken im Ostpark können grundsätzlich FSME-Viren übertragen. Das Borreliose-Risiko besteht bayernweit unabhängig von FSME-Risikogebieten. Eine Impfberatung gegen FSME empfiehlt sich daher auch für Münchnerinnen und Münchner, die regelmäßig ins Grüne gehen.

Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Verwenden Sie eine Zeckenzange oder Pinzette und greifen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut. Ziehen Sie sie langsam und gleichmäßig gerade heraus, ohne zu drehen oder zu quetschen. Desinfizieren Sie die Wundstelle anschließend. Drücken Sie die Zecke nicht aus und tragen Sie kein Öl oder Klebstoff auf – das erhöht das Übertragungsrisiko von Krankheitserregern.

Welche Repellents schützen am besten vor Zecken und Mücken?

Gut untersucht und wirksam sind Wirkstoffe wie DEET (Diethyltoluamid), Icaridin (auch Picaridin genannt) und IR3535. Sie sind in verschiedenen Konzentrationen erhältlich und unterscheiden sich in Schutzdauer und Verträglichkeit. Für Kinder und empfindliche Haut gibt es speziell abgestimmte Formulierungen. Lassen Sie sich in der Apotheke zum geeigneten Produkt beraten.

Wann muss ich nach einem Zeckenstich zum Arzt?

Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn sich um die Stichstelle eine wandernde Rötung (Erythema migrans) bildet, wenn Sie Fieber, Grippe-ähnliche Symptome oder Gelenkschmerzen entwickeln – insbesondere in den ersten vier Wochen nach dem Stich. Diese Zeichen können auf eine Borreliose hinweisen, die antibiotisch behandelt wird.

Was ist die Tigermücke und wie erkenne ich sie?

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist an ihrem schwarz-weißen Streifenmuster und ihrer geringen Größe erkennbar. Sie ist tagaktiv, was sie von heimischen Mücken unterscheidet. In Deutschland breitet sie sich zunehmend aus, auch in Bayern wurden Vorkommen dokumentiert. Ihr Stich ist schmerzhafter als der heimischer Mücken; bisher ist das Übertragungsrisiko tropischer Krankheiten in Deutschland gering, aber epidemiologisch beobachtet.

Quellen

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Wir sind Mo–Sa 09–20 Uhr direkt im PEP Einkaufszentrum Neuperlach für Sie da.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle pharmazeutische oder aerztliche Beratung.